Thema der Lichterfelder Gespräche am 24.2.2015 war die sozialdemokratische Friedenspolitik. Hierzu hatte die SPD Lichterfelde Ost und Süd die Bundestagsabgeordnete unseres Bezirkes Dr. Ute Finckh-Krämer und den Kommunikations- und Politikberater Rainer Weitzel in die AWO-Begegnungsstätte an der Osdorfer Straße als Referenten gewinnen können. Als anerkannte Friedenspolitikerin ordnete Dr. Finkch-Krämer in ihrem detailreichen Vortrag die aktuelle deutsche Friedenspolitik in die gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen seit dem kalten Krieg ein und schilderte die aktuellen Aufgaben und Herausforderungen aus den Erfahrungen ihrer aktiven Mitarbeit in den entsprechenden Parlamentsgremien. Die Frage nach den Ursachen und Lösungsansätzen bei Streitigkeiten in und außerhalb Europas sowie die Rolle Deutschlands als anerkannter Vermittler in zahlreichen Krisen und Auseinandersetzungen wurde an vielen Beispielen wie dem Umgang mit dem Ukraine-Konflikt oder dem IS-Terror ausführlich beleuchtet.
Dr. Finckh-Krämer betonte im Ergebnis den Erfolg und die Notwendigkeit einer schrittweisen diplomatischen Deeskalationspolitik. Rainer Weitzel erläuterte sodann aus seiner Erfahrung in zahlreichen entwicklungspolitischen Einsätzen in aller Welt die aktuellen geopolitischen und geostrategischen Interessenlagen. Der Umbau und die Stärktung der UNO im Allgemeinen und des UNO-Sicherheitsrates im Besonderen sowie die Aufwertung europäischer Sicherheitsgremien seien aus seiner Sicht für die künftige deutsche Friedenspolitik unerlässlich.
In der anschließenden Diskussion stellten sich die Referierenden den vielen Einzelfragen und Kommentaren der anwesenden Bürgerinnen und Bürger aus Lichterfelde und anderen Ortsteilen. Hierbei konnten viele interessante Details und Meinungen ausgetauscht werden. Einig waren sich alle, dass das beste Mittel gegen kriegerische Konflikte eine besonnene, auf Deeskalation abzielende Friedens- und Sicherheitspolitik ist, wie sie Außenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier (SPD) gerade erfolgreich betreibt.
